Steigende Strompreise: Alternativen sind gefragt

Bereits im September kündigten diverse österreichische Stromversorger eine Anhebung der Strompreise für Anfang Jänner 2019 an. Die Begründung lautet: International hätten die Einkaufspreise für Strom massiv angezogen. Ebenso hat die Trennung der Strompreiszone von Deutschland und Österreich zu einer Teuerung geführt. Zwar versichern die Stromversorger, die Preissteigerung zu prüfen und mit Augenmaß an den Endverbraucher weiterzugeben, doch etliche Eigenheimbesitzer überlegen mittlerweile, ob sich auf Dauer Alternativen auszahlen. Für das sonnenbegünstige Osttirol bietet sich die Photovoltaik-Technologie mit einem intelligenten Energie-Management an.

Auf finanzielle Einnahmen durch eigene Stromproduktion zu setzen, rechnet sich inzwischen wegen niedriger Einspeisungsvergütungen kaum noch. Bei Einfamilienhäusern hat sich stattdessen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit der Eigenverbrauch durchgesetzt. „Die Eigenverbrauchsquote liegt im Bereich der Privathaushalte je nach PV-Anlage und Haustyp (Bauweise, Isolierung) bei etwa 30 Prozent. Durch moderne Speichersysteme und ein intelligentes Energie-Managementsystem, die eine Verlagerung des Stromverbrauchs in die ertragreichsten Tagesstunden und eine Optimierung des eigenen Stromverbrauchs ermöglichen, erhöht sich der Anteil der direkt nutzbaren Energie aus der Eigenproduktion. Außerdem können gerade im Sommer weitere Stromabnehmer im Haushalt wie z. B. eine Wärmepumpe oder Warmwasserbereitung profitieren. Auch ein E-Auto ist sinnvoll, da dadurch der Eigennutzen weiter gesteigert wird“, erläutert Martin Kollnig, Geschäftsführer von sun.e-solution.

Smartfox Energieverbrauchsregler

Das bedeutet: Je höher der Eigenverbrauch ist, desto weniger Strom muss aus dem öffentlichen Netz bezogen werden. Das macht netzunabhängiger und spart letztlich Geld. Smart-Home und Energie-Management-Systeme werden in Kombination mit Speichertechnologie künftig an Bedeutung gewinnen. Die Leistung dieser Systeme kann durch überlegten Energieverbrauch im Haushalt noch weiter gesteigert werden. Beispielsweise können Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner so für ihren Einsatz vorbereitet werden, dass sie beim Einschalten durch den Energiemanager ihre Arbeit zu definierten Zeiten optimal verrichten. Inzwischen gibt es zur konventionellen Lithiumvariante Speicher, die mit Salzwasser arbeiten. „Sie bieten 100% Sicherheit, da sie weder explodieren, korrodieren noch entflammbar sind. Ferner sind sie die derzeit umweltfreundlichste Speichertechnik am Markt und 100% recycle fähig “, hebt Photovoltaik-Fachmann Kollnig hervor.

Wer also in Zeiten steigender Strompreise eine neue Photovoltaikanlage plant, sollte von Anfang an ein Energie-Management-System mit in Betracht ziehen. Bei bestehenden Systemen ist eine Nachrüstung zu überlegen.

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